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Meningokkoken B Impfung

Meningokokken-Meningitis

Die Erkrankung, eine eitrige Gehirnhautentzündung, wird durch (Neisseria meningitis) hervorgerufen. Sie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und hat eine Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen. Die Erkrankung beginnt mit uncharakteristischen Allgemeinbeschwerden und setzt sich fort mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, hohes Fieber, Nackensteife und Bewusstlosigkeit. Die Krankheit kann durch raschen Einsatz von Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine) behandelt werden. Bei spätem Einsatz der richtigen Therapie steigt der tödliche Ausgang der Erkrankung auf 60-80%.

 

 

Allgemeines: Gegen die Meningokokken des Serotyps B gab es bisher noch keine Möglichkeit eines Impfschutzes. Seit 2014 steht nun ein wirksamer Impfstoff (Bexsero® der Firma Novartis) zur Verfügung. Das Gesundheitsministerium hat daher den Impfplan für das Jahr 2014 entsprechend abgeändert

Man unterscheidet die Kinderimpfung von der Indikationsimpfung.

 

Die Impfung kann mit den übrigen Impfungen des Säuglingsalters (Infanrix Hexa®, Synflorix®) gleichzeitig verabreicht werden. Bei gleichzeitiger Verabreichung mit dem Sechsfachimpfstoff wurden bei der Erstimpfung vermehrt fieberhafte Reaktionen beobachtet, allerdings keine vermehrten Infektkrämpfe. Dieses sollte im Rahmen der notwendigen Impfaufklärung den Eltern mitgeteilt werden. Nachdem in Österreich etwa 70 Prozent aller Meningokokkenerkrankungen durch den Stamm B verursacht werden, ist diese Schutzimpfung eine äußerst empfehlenswerte Maßnahme, einen guten Individualschutz gegen diese gefürchtete und nicht selten letale Erkrankung zu erlangen.

 

Kinderimpfung: Aufgrund der epidemiologischen Situation soll zur Erreichung eines Individualschutzes gegen invasive Meningokokken B Infektionen die Impfung bevorzugt ab einem Alter von 2 Monaten durchgeführt werden. Älteren Säuglingen, Kindern und Jugendlichen sollte die MenB-Impfung individuell im Sinne einer Nachholimpfung entsprechend den zugelassenen Impfschemata angeboten werden.

 

Indikationsimpfung: Bei Personen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) mit erhöhtem Erkrankungsrisiko (Personen mit z.B. Immundefekt, Asplenie, Splenektomie), Personen mit engem Kontakt zu Meningokokken B Erkrankten (Haushaltskontaktpersonen) sowie Personen im Gesundheitsdienst (Pädiatrie, Infektionsabteilungen, Intensivstationen, Laborpersonal) soll die Impfung im Sinne einer Indikationsimpfung durchgeführt werden.

 

Mögliche Nebenwirkungen:

Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Rötungen und Schwellungen an der Impfstelle, Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelschmerzen, Gelenksschmerzen

 

Verabreichung: intramuskulär

 

Impfschema:

Aus epidemiologischen Gründen erscheint es sinnvoll, die Impfung möglichst frühzeitig zu verabreichen. Mehrere Impfschemata sind hierzu möglich (siehe Tabelle). 

 

 

Impfschema für die Meningokokken B Impfung  

Alter bei Erstimpfung

Grundimmunisierung

Mindestabstand

Auffrischung

Säuglinge 2 bis 5 Monate

3 Dosen zu je 0,5 ml, die erste Dosis verabreicht im Alter von 2 Monaten

Nicht weniger als 1 Monat

Je eine Dosis im Alter von 12 bis 23 Monaten

Säuglinge 6 bis 11 Monate

2 Dosen zu je 0,5 ml

Nicht weniger als 2 Monate

Eine Dosis im zweiten Lebensjahr, mit Mindestabstand von 2 Monaten zwischen Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung

Kinder, 12 bis 23 Monate

Zwei Dosen zu je 0,5ml

Nicht weniger als 2 Monate

Eine Dosis im Abstand von 12 bis 23 Monaten zwischen Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung

Kinder, 2 bis 10 Jahre

Zwei Dosen zu je 0,5ml

Nicht weniger als 2 Monate

Notwendigkeit ist derzeit nicht bekannt

Jugendliche (ab 11 Jahre) und Erwachsene

Zwei Dosen zu je 0,5ml

Nicht weniger als 2 Monate

Notwendigkeit ist derzeit nicht bekannt

 

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