Dr. Samir TILLAWI Bei uns steht Ihre Gesundheit im Mittelpunkt
Dr. Samir TILLAWIBei uns steht Ihre Gesundheit im Mittelpunkt

Liebe Patientinnen und Patienten: im folgenden möchte ich Sie über die Möglichkeit einer Akupunkturbehandlung informieren

Akupunktur:

Die Reizung von Akupunkturpunkten, vor allem mit Nadeln, ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt.

Am bekanntesten ist die klassische "Chinischische" Akupunktur, die sogenannte Körperakupunktur.

Durch Reizung von genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im gesamten Organismus, also auch im Körperinneren, gelindert, oft sogar beseitigt werden.

Akupunktur kann zerstörte Strukturen nicht wiederherstellen, wohl aber gestörte Funktionen wieder harmonisieren.

Ob Akupunktur in Ihrem individuellen Fall (event. auch nur als unterstützende Therapie) helfen kann, bespreche ich gerne mit Ihnen in einem eigenen Akupunktur Anamnese Gespräch.

Akupunkturpunkte:

Die Punkte liegen auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet.

In ihnen kreist nach traditioneller chinesischer Auffassung die Lebensenergie "Qi" mit ihren Anteilen Yin und Yang.

Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper als Gegenpole gleichzeitig wirksam.

Ihr Geichgewicht stellt den idealen Gesundheitszustand dar, ihr Ungleichgewicht führt zu Beschwerden und Krankheit.

Betrachtet man die über den Körper laufenden Meridianbahnen, wird deutlich, dass auch Akupunkturpunkte, die fern des eigentlichen Schmerz- oder Krankheitsgeschehens liegen, bei der Behandlung eine wichtige Rolle spielen.

Die Energie des gesamten Meridians als Funktionskreis mit seinen zugeordneten Organen muss stabilisiert werden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen und so die Krankheit wirkungsvoll zu behandeln.

Störfelder:

Auf den ersten Blick haben Störfelder vielleicht nichts mit dem Krankheitsgeschehen zu tun, der Patient bemerkt sie vielleicht gar nicht.

Dennoch können sie den Organismus so negativ beeinflussen, dass er eher zu Krankheiten neigt oder dass sogar die richtige Therapie einer bereits bestehenden Krankheit nicht anschlägt.

Zu Störfeldern können sich u.a. tote oder entzündete Zähne entwickeln.

Entzündungen vor allem im Bereich des Kopfes (Mandeln, Nebenhöhlen etc.), Narben, besonders wenn sie über Meridiane verlaufen - oder auch Giftbelastungen (z.B. Amalgam).

Einsatzgebiete für Akupunktur (einige Beispiele):

  1. Anästhesie: Beruhigung zu Narkosevorbereitung; Einsparung von Narkosemitteln; Reduzierung des postoperativen Erbrechens, Schmerzen nach Operationen.
  2. Augenerkrankungen: Allergien; trockenes Auge; Entzündung am Augenlid, Bindehaut
  3. Bronchial- und Lungenerkrankungen: Allergien; Asthma; Erkrankungen des Bronchialsystems; Lungenentzündungen (besonders deren Folgen)
  4. Gynäkologische Erkrankungen: Migräne (wenn hormonell bedingt); Reizblase; Entzündungen an Brüsten, Eierstock, Eileiter, Gebärmutter, Schwangerschaftsbeschwerden (Eßstörung, Schmerzen, Übelkeit); Geburtsvorbereitung- und erleichterung; Milchbildungsstörung; Schmerzen durch Dammschnitt; Hämorrhoiden; Störungen der Libido, Menstruation (Regulation, Schmerzen); Wechseljahre/Menopause
  5. Hauterkrankungen: Akne; Allergien; Geschwüre; Neurodermitis; Schuppenflechte; schlecht heilende Wunden
  6. Herz-Kreislauf Erkrankungen: Blutdruckstörungen; Durchblutungsstörungen; funktionelle Herzerkrankungen; Herzrhythmusstörungen (Bradykardie, Tachykardie)
  7. HNO-Erkrankungen: Allergien (z.B. Heuschnupfen); Geruchs- und Geschmacksstörungen; Mund- und Rachentrockenheit; Reisekrankheit; Gesichtsnervlähmung (Facialisparese u.a.); Hörsturz/Tinnitus; Morbus Meniere; Schwindel; Abwehrschwächen (chronische Entzündungen an Mandeln, Mittelohr oder Nasennebenhöhlen, Erkältungen)
  8. Magen-Darm Erkrankungen: Aufstoßen; Schluckauf; Sodbrennen; Durchfall; Verstopfung; Erbrechen; Übelkeit; Gallenblasen- oder Gallenwegsentzündung; Lebererkrankung; Magen und Zwöffingerdarmgeschwüre; Morbus Crohn; Colitis ulcerosa.
  9. Neurologische Erkrankungen: Facialisparese; Kopfschmerzen; Migräne; Neuralgien; Phantomschmerz; Polyneuropathie; Schmerzen (z.B. nach Gürtelrose); Tinnitus; Trigeminusneuralgie; Vegetative Funktionsstörung
  10. Orthopädische Erkrankungen: Arthrose/Arthritis; Fibromyalgie; Rheuma; Beschwerden/Entzündungen/Schmerzen an Gelenken (akut und chronisch), Muskelen (Verspannungen), Sehnen und Bändern; Wirbelsäule: Skoliose, Bandscheiben, Nervenwurzelreizung, Morbus Bechterew
  11. Psychische Erkrankungen: Depressive Verstimmungen; Erschöpfungszustände; Psychovegetative und psychosomatiche Erkrankungen; Schlafstörungen; Unruhezustände; Eßstörungen (Magersucht; Bulimie; Übergewicht); Suchtbehandlung (Nikotin)
  12. Urologische und nephrologische Erkrankungen: Reizblase; Schmerzen durch Nieren-und Harnleitersteine; Entzündungen an Blase, Nieren, Nierenbecken, Prostata
  13. Sonstige Indikationen: Gewichtsreduktion; Raucherentwöhnung; Störungen der Immunabwehr; Schmerzen durch Tumorerkrankungen

Wirkung: Die Akupunktur bedient sich der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Alle Reize, die durch die Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den angesprochenen Körperteilen.

Akupunktur wirkt vor allem bei gestörter Organfunktion heilend.

Handelt es sich aber bereits um die fortgeschrittende Zerstörung von Strukturen, kann auch mit Akupunktur nur noch eine Linderung der Beschwerden bzw. Schmerzen erreicht werden.

Richtig angewendet ist die Akupunktur ist eine praktisch risiko- und nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode.

Idealerweise ergänzen sich Akupunktur und Schulmedizin in Diagnostik und Therapie.

In jedem Fall muss mit einer gründlichen Aufnahme der Krankheitsgeschichte und einer klinischen Diagnostik die Indikation zur Akupunktur individuell gestellt werden.

Manche Patienten empfinden nach der Behandlung sofort Erleichterung ihrer Beschwerden, bei anderen dauert es bis zuspürbaren Reaktionen etwas länger.

Meist sind zehn Sitzungen nötig, viele Patienten machen zum Aufrechterhaltung des Therapieerfolges anschließend alle 2 Wochen eine Auffrischungssitzung.

Geschichte der Akupunktur: 

Die Bezeichnung Akupunktur kommt aus dem Lateinischen von acus (die Nadel) und von pungere (stechen).

Eine exakte Datierung, seit wann die Akupunkturausgeübt wird, gibt es nicht.

Die eigentlichen Anfänge der Akupunktur liegen in China, vor über 4000 Jahren. Sie ist Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

In China ist das Akupunktieren für alle Medizinstudenten Pflicht, und Akupressur wird schon in normalen Schulen gelehrt.

In Europa setzte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts als erster Arzt Louis Berlioz in Frankreich mit der Akupunktur auseinander.

In den folgenden Jahren wurde sie auch in anderen europäischen Ländern als Heilmittel angewandt, wobei meistens nur "Schmerzpunkte" genadelt wurden.

Bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts geriet sie in Vergessenheit.

Einmal wieder entdeckt, verbreitete sie sich von Frankreich aus rasch über ganz Europa, es wurden zahlreiche Akupunkturgesellschaften gegründet und auch wissenschaftliche Forschungen durchgeführt.

Lange bevor die Chinesen das Pulver erfanden, das Papier, den Kompass und das Porzellan, gingen sie ihre Gebrechen schon mit Akupunktur an.

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